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Experten Tipps

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ARD Ratgeber bauen & wohnen (01.11.2009)



Die zehn Gebote im Wintergartenbau

… damit der Wintergarten ein Traumhaus wird!

 
Ein Wintergarten steht nicht nur auf der Sonnenseite des Hauses, sondern auch auf der des Investitionsplans. Die begehrte Oase ist ein fach- und materialübergreifendes Bauwerk, das mit Bedacht und Sachverstand geplant und gebaut sein will, wenn der Bauherr langfristig daran seine Freude haben möchte. Dipl. Ing. Franz Wurm, 1. Vorstand des Wintergarten Fachverband und vereidigter Sachverständiger hat dazu einen Leitfaden von zehn Geboten zusammengestellt.

Träumen Sie im Vorfeld – und visualisieren Sie Ihren Wintergarten.

Bauen Sie Ihren Traum-Wintergarten vorab im Geiste und lassen Sie die Gedanken schweifen. Überlegen Sie, wie Sie ihn nutzen möchten, wo er stehen und wie er aussehen soll. Nehmen Sie vielleicht auch Hilfsmittel zur Hand, mit welchen Sie sich die Abmessungen etwas verdeutlichen können. Einfache Latten oder Leisten eignen sich hervorragend.

Machen Sie eine Bauvoranfrage.

Fragen Sie bei Ihrer zuständigen Baubehörde nach, was Sie auf Ihrem Grundstück bauen dürfen. Die Baugenehmigung übertragen Sie am besten einem nachweislichen Fachplaner oder gegebenenfalls dem beauftragten Unternehmen.

Informieren Sie sich in Fachkreisen.

Nutzen Sie fachkompetente Informationsquellen wie Verbände, Fachpublikationen, auch das Internet und das Ratgebermagazin „Faszination und Information“ des Wintergarten-Fachverbands. Werden Sie sich über das Baumaterial im Klaren und verbinden Sie die Fachinformationen mit persönlichen Vorlieben. Jedes Material hat Vor- und Nachteile, darum sind Sie kritisch, wenn ein Anbieter ein Material total schlecht redet.

Wählen Sie die Anbieter bewusst aus.

Beschränken Sie sich bei der Angebotserstellung auf drei bis maximal vier Anbieter, die Ihnen entweder durch Empfehlungen oder durch seriöse Kommunikation besonders positiv aufgefallen sind.

Besichtigen Sie den Ort gemeinsam.

Laden Sie die Unternehmen auf die künftige Baustelle ein, erläutern Sie Ihre Vorstellungen und berücksichtigen Sie fachlichkonstruktive Anregungen.
Ein erfahrener Fachmann kann alle Ihre Fragen kompetent beantworten und muss nicht in Worthülsen abschweifen.

Prüfen Sie die Angebote.

Dabei zählt nicht nur der Endpreis. Vergleichen Sie die angebotenen Komponenten und Leistungen sowie die Werthaltigkeit des Angebotes – stellen Sie Dumpingpreise ebenso in Frage wie extrem teure Komponenten.

Besprechen Sie die Angebote.

Anschließend geht es in den Dialog mit den jeweiligen Anbietern – am besten mit einem großen Fragenkatalog, der konsequent abgearbeitet wird. Bei Floskeln anstatt Fakten ist Skepsis angebracht.

Besichtigen Sie Referenzobjekte.

Lassen Sie sich von jedem Anbieter ein oder zwei Referenzobjekte zur Besichtigung nennen. Treffen Sie sich ggf. auch mit den Anbietern in deren Unternehmen und blicken hinter die Kulissen.

Entscheiden Sie mit Bedacht.

Werten Sie alle Erkenntnisse und Informationen in Ruhe aus und lassen Sie sich vor der endgültigen Entscheidung auch vom Preis/Leistungsverhältnis wie von persönlichen Befindlichkeiten leiten. Druck des Anbieters auf eine schnelle Unterschrift sollten Sie ignorieren, auch wenn sie mit einer Reihe von Versprechungen garniert ist. Der Anbieter, der Ihr Partner ist, erzeugt bei Ihnen intuitiv soviel Sog, dass Sie diesem nicht widerstehen können und dort gut beraten sind.

Vorsicht bei Vertragsabschluss.

Fixieren Sie alle Zusagen und Vereinbarungen schriftlich, verlangen Sie einen Ausführungsplan und vereinbaren Sie verbindliche Zahlungsmodalitäten. Ein Zeitfenster für die Bauabwicklung ist ebenso wichtig wie eine detaillierte Leistungsbeschreibung.

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