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Kongress Bauen für die Zukunft - innovativ und nachhaltig

Die Vorstände des Wintergarten-Fachverbands, Dipl.Ing. Franz Wurm und Réné Rotter waren am Dienstag, 17.02. und Mittwoch, 18.02.2010 Teilnehmer am Kongress in Berlin.


       

Dipl. Ing. Franz Wurm                            Rene Rotter


Namhafte Professoren, Forscher und Entwickler sowohl von Universitäten, Hochschulen und Instituten als auch aus der Industrie, Verbänden, Planung und Anwendung waren der Einladung des Bundesministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung gefolgt.

Die große Aufgabe der nahen Zukunft ist lt. Prof. Maas von der Uni Kassel die Planung, der Bau und die Gestaltung energieeffizienter Gebäude und die Verbesserung der thermischen Behaglichkeit in Gebäuden unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und der Resourcenschonung.

Hierbei sind u. a. auch alternative Kühlverfahren neu zu benennen sowie der sommerliche Wärmeschutz unter dem Einfluss sich verändernder Klimata neu zu betrachten.

Prof. M.N. Fisch von der TU Braunschweig appelierte leidenschaftlich für die Nutzung erneuerbarer 'Energien.


Prof. Dr. Ing. M.N. Fisch


Sonnenenergie (Solarthermie, Photovoltaik), Biomasse (Holz, Biogas) und oberflächennahe Geothermie haben hohe Potentiale zur Erreichung der weltweiten Klimschutzziele. Die Einbindung erneuerbarer Energiequellen im Gebäudesektor ist eine der wichtigen Aufgaben in der Forschungsinitiative "Zukunft Bau", so Prof. Fisch.




Hier sieht der Wintergarten-Fachverband auch große Chancen im transparenten Bauen. Nutzung der Sonnenenergie bringt allerdings nur Nutzen, so Franz Wurm, wenn qualitativ hochwertige Verglasung im Zusammenspiel mit ausgereifter, wärmedämmender Systemtechnologie in der Skelettkonstruktion umgesetzt wird. Ein bewußter Umgang mit Energie in allen Bereichen sollte dabei zur Selbstverständlichkeit werden.

Energiegewinn duirch Sonneneinstrahlung erwärmt in den Wintermonaten nicht nur den Wintergarten, sondern auch angrenzende Wohnräume.

Photovoltaikmodule, intergriert in Fassaden- und Schrägverglasung erlauben durch ihre Halbtransparenz noch guten Lichteinfall und beste Sicht nach aussen. Neben Umwandlung der Sonnenenergie in elektrischen Strom als Hauptaufgabe ist ein gewisser Schattierungseffekt eine angenehme Begleiterscheinung.


 


Hochinteressante Vorträge wie z. B. von Prof. M. Helmus von der Bergischen Uni in Wuppertal über RFID (Radio Frequency Identification) im Bauwesen und Materialien und Konstruktionen der Zukunft von Prof. B. Hillemeier von der TU Berlin waren weitere Höhepunkte einer sehr gelungenen Veranstaltung.

RFID im Bauwesen dient zu langfristigen Verbesserung der Qualität und Sicherheit. Daten können berührungslos übertragen werden. Z. B. können U-Werte von Verglasungen, Dämmwerte von Konstruktioen etc. zweifelsfrei auch nach vielen Jahren der Nutzung noch genau ermittelt werden.

Prof. Hillemeier zeigte einen weit fortgeschrittenen Entwicklungsstand bei neuen Dämmmaterialien. Neben der Vakuumdämmung mit 10x besseren Dämmwerten als herkömmliche Dämmmaterialien sind offensichtlich mit nanoporous foam (Schaumplatten auf nanotechnologischer Basis) Dämmwerte zu erreichen, die bereits 20x besser sind als z. B. Styropor.

Neben erheblicher Materialeinsparung sind auch die damit verbundenen, möglichen Reduzierungen des Schlankheitsgrades von Konstruktionen interessante Aspekte.

Der Wintergarten, die Glasfassade, das Glasdach, all diese Bauweisen werden zukünftig von den Erkenntnissen und Erfahrungen der Forschungsinitiative "Zunkunft Bau" profitieren.

Die Zukunft heißt Synergien zu schaffen.




" Das Ganze ist mehr als die Summer aller Teile".